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Der Korpus Fügen von Decke und BodenFür das Verleimen der zweiteiligen Decke und der Bodenteile gibt es vielfältige Methoden und spezielle Vorrichtungen. Dieser Arbeitsschritt ist aber eigentlich unproblematisch, da schon relativ geringer Druck zwischen den beiden Decken- oder Bodenteilen genügt. Hier eine einfach umsetzbare Methode, die ohne aufwändige Werkzeuge gelingt (kennen gelernt beim schweizer Gitarrenbaumeister Werner Schär): | Sie benötigen lediglich ein stabiles Brett als Arbeitsplatte sowie einige Hufnägel und Hartholzkeile. Die beiden Teile werden gestoßen und auf dem Brett ausgerichtet. Entlang der Kanten der Decken- oder Bodenteile im knappen Abstand die Hufnägel in die Arbeitsplatte einschlagen. Sie bilden die Führung für die Keile. Durch einschieben der Keile entsteht ausreichender Druck für die Verleimung. | 
| Ein Streifen Paketklebeband im Bereich der Mittelfuge verhindert das Verkleben mit der Arbeitsplatte durch austretenden Leim. Die Mittelfuge sollte mit einem Gewicht beschwert werden, damit die Decken- oder Bodenteile nicht nach oben ausweichen. Da die Hufnägel dünn und flach sind, hinterlassen sie nur schmale Einstiche in der Arbeitsplatte. Ein mehrfaches Verwenden ist also problemlos möglich. | 
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Dicke von Decke und BodenDie Deckenstärke ist wesentlich für den Klang der Gitarre. Auf welche endgültige Dicke die Decke gehobelt, bzw. ausgearbeitet wird, hängt natürlich von der Konstruktion und Stärke der Decken-Beleistung ab. Außerdem vom verwendeten Holz (Zeder ist nicht so stabil, wie Fichte - Mahagoni ist weicher als Palisander) und schließlich von der Bauform. Stahlsaiten-Gitarren mit großem Jumbo-Korpus erfordern eine stabilere Konstruktion, als z.B. eine kleine Parlor-Bauform. Die nachfolgende Tabelle enthält Faustwerte für typische Dicken von Decken und Boden. | | Klassische Gitarre | Stahlsaiten-Gitarre | | Decke | | Fichte | 2,5 - 2,8 mm | 2,4 - 3,3 mm (je nach Korpusgröße) | | Zeder | 2,8 - 3,1 mm | 2,7 - 3,6 mm (je nach Korpusgröße) | | Boden | | | 2,0 - 2,4 mm | 2,5 - 2,8 mm |
 | Um das Schwingungs-Verhalten der Decke noch zu optimieren, kann diese zu den Rändern hin etwas dünner ausgearbeitet werden. Bei Fichtendecken von Stahlsaiten-Gitarren z.B. bis auf 2,0 mm. Dieser Arbeitsschritt lässt sich gut mit einer Ziehklinge durchführen. |
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